Folgen

Die Folgen

Leider sind ADDler hierdurch besonders gefährdet, in Abhängigkeit zu anderen Menschen und von stofflichen Süchten zu geraten. Das altruistische, selbstlose und gerechtigkeitsstiftende Verhalten für andere hat einen vergleichbaren Hintergrund („..... dann muss man mich doch lieb haben....?“) Weitestgehend bleiben diese Motivationsgründe jedoch unbewusst. Die Überlegung („...was denken die anderen über mich..., ...was muß ich leisten, um anerkannt zu sein...“ ) wird für viele ADHSler zur bestimmenden Kraft im Leben. Es erklärt, warum sich viele von ihnen eigentümlich fremdartig auf dieser Welt empfinden („ ...ich bin ein Alien – Außerirdischer- und gehöre nicht hier hin...“). Einige Erwachsene mit ADHS reflektieren ihr Leben wie folgt: „...ich fühle mich wie eine bloße Maschine und funktioniere mehr schlecht als recht in den Tag hinein...“. Häufiges berufliches Scheitern und private Krisen versperren lange den Blick auf eine realistische Lebensorientierung, in dem die eigene Lebensverwirklichung traditionell nur selten oder gar nicht auf der Tagesordnung stand.     

Dieses Szenario erklärt, warum schließlich – früher oder später – depressive Symptome das klinische Bild überlagern und die außerordentlich hohe „Komorbidität“ mit anderen psychischen Störungen (Angstkrankheiten, Zwangstörungen und Depressionen) zustande kommt.

Ihre hohe Sensibilität und Kritikanfälligkeit disponiert schon in der Schulzeit wie im Erwachsenenleben zu häufigen depressiven Rückzügen, wenn die (meist passiven) Erwartungshaltungen durch andere - nicht wie gewünscht - in Erfüllung gehen. Die hieraus resultierende Frustration und überwiegende depressive Grundstimmung wird aber nach außen von vielen (insbesondere Frauen) durch das Streben nach Perfektionismus und Grandiosität abgewehrt. Das Aufsetzen einer „Maske der Perfektheit“ soll diese depressive Stimmungslage verbergen (....denn wer will sich schon mit mir - einem psychisch Kranken auseinandersetzen... ?).
    

Leider erfordert diese Haltung eine irrsinnig hohe Anspannung und Kraftanstrengung mit psychosomatischen Folgeerkrankungen (Kopfschmerzsyndrom, Hautekzeme, unerklärlicher Juckreiz, funktionelle Magen-Darm- oder Herzstörungen. Das weitere Resultat sind häufige depressive Episoden (meist nur von kürzerer Dauer) und häufige psychische Krisen mit Angst- Panikattacken sowie Zwangsstörungen. Eine trennnscharfe Abgrenzung dieser eigenständigen psychiatrischen Diagnosen und Symptome gegenüber ADHS ist im klinischen Alltag fast nicht möglich und auch nicht sinngebend, da m.E. diesen Krankheitsbildern die gleichen und somit gemeinsamen Störungsmuster der Persönlickeit zugrunde liegen.


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